Von 1990 bis 2002 fotografiert Blixa Bargeld alle Bäder der Hotelzimmer, in denen er mindestens eine Nacht verbracht hat. Jedes dieser Badezimmer ist in drei bis neun Einzelbildern dokumentiert. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch die so entstandenen Fotoserien, untertitelt mit den genauen Orts- und Zeitangaben.
Erstmals zu sehen 11-12.97 in Juliettes Literatursalon, Gormannstr. 25, Berlin Mitte.
Zur Ausstellung erschien ein Katalog im Verlag von Juliettes Literatursalon. ISBN 3-932955-97-8.
Eine 2. erweiterte Auflage erschien 1998. ISBN 3-932955-97-8
weitere Ausstellungen fanden statt:
Januar.98 in La Station, Nizza
März/April.98 in der Galerie Hoffmann & Senn, Wien
21. Dezember 98 bis 3. Januar 1999, Ausstellungsbeteiligung bei "under/exposed", Stockholm
15. Januar 99 bis 26. Februar 99, Galerie Mirko Mayer, Köln
4. Juli 99 bis 14. September 99, Galerie Kubinski, Berlin
17. August 00 bis 2. September 00, Galerie & Kunsthandel Mirko Mayer, Köln
September 2000 Wohnkultur 66 in Hamburg
11. Oktober bis 1. November 2002 Momenta Art Gallery in Brooklyn, New York
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Schlaufen, Schleifen und Knoten
Die Ausstellungsräume der Galerie sind für 14 Tage ein öffentlich zugängliches Laboratorium zur unmittelbaren Erzeugung von CD's, von CD-Unikaten einer sich von Tag zu Tag erweiternden Serie, einer Serie, die Schlaufen, Schleifen und Knoten konserviert und sammelt - Detritus und Sediment der Ereignisse (akustischer, nicht akustischer / kaustischer, akaustischer Natur), der Ereignisse, die keine Spuren an den Wänden hinterlassen, keine Abdrücke oder Zeichen ausser in ihrer numerischen, unikaten Bannung, jede CD ein Element einer langen, komplexen Gleichung - ausgestoßen aus dem Brenner, versammelt zu Zeilen an einer Wand; an der gegenüberliegenden Wand als Horizont: Text- und Bildmaterial, ein Fries, die Landschaft mit ihren Kabelgipfeln, ihren tälernen Mischstationen, ihrem Pumpwerk, ihren Leitungen, ihrem unterirdischen Elektrizitätswerk (Verstärker im Keller), spiegelnd, garniert mit krausem, wucherndem Gedankenmaterial, ein Panorama, mit dem der technische Aufbau einer auf's Quintessentielle reduzierten Aufnahmeapparatur korrespondiert, die in einem CD-Brenner endet, der die durch Kabelschlingen geschickten, ineinanderverschlungenen, übereinandergelegten Schlaufen, Schleifen und Knoten brennt; Schlaufen, Schleifen und Knoten, die über ein Mikrophon gnädig aufgenommen und bezeugt, weiterhin vervielfacht, übereinandergelegt, gemischt, begrenzt, reguliert, gebrannt ins Freie gelangen. Losgelassen doch hermetisch.
Die erste Schleife des Tages
Das Geräusch des Schreibens
Kleine Schleifen / Leise Schleifen
Das Flüstern an den Wänden (aufsteigend)
Das Flüstern an den Wänden (absteigend)
GTAC (Versuch einen Engel zu erzeugen)
Katzengangeslärm und Fischessang
Mikrophon, mein Haustier
Is it coffee? What instant? come to the point!
Die abgedroschene Schlange
Für...
Was ich hören will (mit Platz)
Was ich hören will (ohne Platz)
Das Flackern
Buchstaben, gestapelt
Wörter steigen in den Ring
Säulenhalle
Die Anwesenden, erstarrt
... und andere Experimente der modernen Wissenschaft.
Blixa Bargeld vom 16. Mai bis 30. Mai 98 bei Contemporary Fine Arts, Berlin
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